Sonntag, 1. März 2015

Lesemonat Februar '15

Da ich Euch schon im Januar (*klick*) gezeigt hatte, welche Bücher ich da gelesen habe, dachte ich, ich mache das Ganze auch für den Februar. Vielleicht werde ich das auch für die noch kommenden Monate machen, denn ich finde, dass man so am Ende des Jahres eigentlich einen ganz guten Rückblick hat. Aber erst mal zurück zum Februar. 
Aufgrund der Klausurenphase bin ich letzten Monat nicht wirklich zum Lesen gekommen und wenn ich dann doch mal Zeit hatte, konnte ich mich nicht so richtig dazu aufraffen, deswegen sind es auch nur vier Bücher geworden- aber immerhin besser als nichts.


 
Die Insel der besonderen Kinder von Ransom Riggs

Eigentlich wollte ich mir erst einmal keine neuen Bücher mehr kaufen, aber ich konnte mich einfach nicht beherrschen, denn ich wollte das Buch schon seit längerer Zeit lesen, weil ich die Geschichte einfach unheimlich interessant fand. Als ich dann (endlich) angefangen habe zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören und habe es in zwei Tagen durchgelesen. Es ist super spannend - eins der spannendsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Es hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich hatte teilweise wirklich Gänsehaut beim Lesen, was schon lange kein Buch mehr  so stark geschafft hat wie dieses. Die Spannung geht zu keinem Zeitpunkt verloren und war bis zur letzten Seite vorhanden. Ich bin wirklich total begeistert von dem Buch und werde definitiv die Fortsetzung lesen.





Mass Effect: Die Offenbarung & Der Aufstieg  von Drew Karpyshyn

Diese beiden Bücher basieren auf den Mass Effect - Spielen und da ich ein sehr großer Fan der Reihe bin, vor allem von dem dritten Teil, wollte ich endlich auch mal in die Bücher rein schnuppern. Ich wurde  nicht enttäuscht, denn mir haben beide Bücher sehr gut gefallen. Obwohl ich den ersten sogar etwas besser finde, sind beide doch wirklich spannend und die Geschichte reißt einen mit, vor allem da man durch die Spiele schon ein bisschen was an Hintergrundwissen hat, beispielsweise zu den einzelnen Spezies. Ich kann allerdings schwer einschätzen, ob mir die Bücher genauso gut gefallen hätten wie jetzt, wenn ich von den Spielen nicht so begeistert wäre.






Harry Potter: The Creature Vault  von Jody Revenson

Endlich ein neues Buch aus dem Potter-Universum! Es gibt wirklich nichts schöneres.  Da diesen Freitag, um 14 Uhr ein Video dazu online gehen wird, möchte ich nicht allzu viel vorweg nehmen. Deshalb nur so viel: Meiner Meinung nach ist einfach fantastisch und ich bin total begeistert. 
Sobald es online ist, findet ihr das Video hier.






Das waren auch schon alle Bücher, die ich vergangenen Monat verschlungen habe. Welche Bücher habt ihr so gelesen und welche könnt ihr empfehlen? Was lest ihr im Moment? :)

Donnerstag, 5. Februar 2015

Lesemonat Januar 2015

Da ich im Moment einiges um die Ohren habe und die Klausurenphase vor der Tür steht, bleibt leider nicht wirklich viel Zeit für den Kanal und diesen Blog übrig. Damit zumindest mein Kanal nicht einstaubt, habe ich schon einige Videos vorgedreht, sodass wenigstens jede Woche Dienstag um 14 Uhr eins online geht.
Normalerweise wäre ja jetzt ein Favoritenvideo für Januar fällig, aber ich schaffe es leider nicht eins zu drehen, mal abgesehen davon, dass der Januar relativ unspektakulär war. Allerdings habe ich mir überlegt Euch wenigstens kurz die Bücher vorzustellen, die ich letzten Monat gelesen habe. So kommt hier auf dem Blog wenigstens auch mal wieder etwas.

 


Wise Words From Across Space And Time
                              von Cavan Scott and Mark Wright

Das Buch habe ich von der lieben Meli zu Weihnachten geschenkt bekommen und musste es dann natürlich auch sofort lesen. Es hat mir unheimlich gut gefallen, nicht nur, weil es so schön gemacht ist, sondern weil ich ja generell ein Fan von Zitaten bin. Es handelt sich nicht um eine wilde Ansammlung von Zitaten aus der Serie, sondern sie wurden nach Themen geordnet, zum Beispiel geht es um die Feinde des Doctors, um die ersten Worte der jeweiligen Doctoren und und und. Es ist eigentlich für jeden etwas dabei. Ich kann es wirklich nur allen Doctor Who Liebhabern empfehlen. :)




Der Hof von Simon Beckett 

Ich lese Simon Becketts Bücher wirklich gerne, sowohl die David-Hunter-Reihe als auch die Einzelwerke, und deswegen war von Anfang an klar, dass ich auch sein neustes Buch haben muss. Anfangs war die Geschichte wirklich spannend und hat mich mitgerissen, denn ich konnte nicht aufhören zu lesen - das lag vor allem daran, dass auf jedes Kapitel, das in der Gegenwart spielt, eins folgt, welches in der Vergangenheit spielt und letztere fand ich einfach unheimlich interessant -, allerdings hat sich das nach ca. der Hälfte des Buches geändert. Die Spannung hat meiner Meinung nach nachgelassen und es hat sich etwas gezogen, obwohl der Höhepunkt und somit das Ende des Buches doch interessant und überraschend waren. Ich hatte irgendwie mehr erhofft - ohne dass ich so wirklich sagen kann was genau. Im Vergleich mit den anderen Büchern finde ich das eher "okay", statt wirklich gut.



 


Der kleine Hobbit von J.R.R. Tolkien

Endlich, endlich, endlich habe ich ihn auch gelesen. Ich fühle mich ein bisschen wie der letzte Mensch auf der Erde, der das gemacht hat. Zur Geschichte muss ich ja nichts sagen, die dürfte uns allen vertraut sein, aber ich würde gerne was zum Schreibstil sagen. Bei "Der Herr der Ringe" fiel es mir manchmal schwer weiterzulesen, weil ich mich da erst irgendwie reinfinden musste, was die Sprache anbelangt. Beim Hobbit war das allerdings ganz anders. Der Schreibstil ist viel "leichter", wenn man das sagen kann, was daher kommt, dass dieses Buch ja eigentlich ein Kinderbuch ist. Ich habe es sehr genossen das zu lesen, denn es war einfach schön wieder on Mittelerde zu sein.





Und das waren auch schon alle Bücher, die ich im Januar gelesen habe. Wahrscheinlich schreibe ich für diesen Monat auch einen solchen Blogpost, da in meinem Videoplan kein Favoritenvideo vorgesehen war. Vielleicht wird das ja auch etwas regelmäßiges, wenn Euch das interessieren würde. Mal sehen.

Ich wünsche allen, die sich ebenfalls in der Klausurenphase befinden oder irgendwelche Prüfungen vor sich haben, ganz viel Erfolg und Glück. (Denkt aber dran, dass Felix Felicis bei Prüfungen verboten ist!) Lasst Euch nicht unterkriegen, ihr schafft das schon! :)

























Freitag, 9. Januar 2015

Rezension: Das Land der verlorenen Träume

Bevor ich mit dem letzten Band der Trilogie von Caragh O'Brien anfange, wollte ich vorher erst die Rezension zum zweiten Teil Der Weg der gefallenen Sterne schreiben. Falls ihr Euch meine Meinung zum ersten Band durchlesen möchtet, könnt ihr das hier tun.

Das Buch

Titel: Das Land der verlorenen Träume
Autor: Caragh O'Brien
Verlag: Heyne fliegt
Preis: 8,99 Euro
Seiten:496

Der Inhalt

Die junge Gaia hat alles verloren: ihr Zuhause, ihre Eltern, ihre große Liebe. Nun streift sie auf der Suche nach einer neuen Heimat durch ihre zerstörte Welt. Eine Welt, die noch viele weitere Gefahren birgt ... (Text auf der Rückseite des Buches)


Meine Meinung

Ich hatte beim Lesen des Buches ein paar Probleme, was allerdings überhaupt nicht am Schreibstil lag, denn der ist genauso gut wie im ersten Band, sondern eher an der Hauptfigur - Gaia. In Die Stadt der verschwundenen Kinder habe ich sie wirklich sehr gemocht und das war am Anfang dieses Buches genauso, doch mit der Zeit hat sich das total verändert und sie wurde mir immer unsympathischer. Der Grund hierfür war hauptsächlich ihr Verhalten gegenüber Leon, den ich im ersten Band auf Anhieb mochte und der immer mehr mein Lieblingscharakter der Reihe wurde und auch immer noch ist. Das hat mich wirklich wütend gemacht, denn Leon tat mir so Leid und ich war fast an dem Punkt zu sagen, dass ich erst mal unterbreche. Nicht nur wegen der Sache mit Leon, sondern weil es mir auch einfach viel schwerer fällt ein Buch zu lesen, dessen Hauptfigur mir unsympathisch ist, was ich dann allerdings doch nicht getan habe, weil ich einfach wissen wollte, wie es weitergeht und im Laufe des Buches hat sich das mit Gaia wieder etwas gelegt, obwohl ich sagen muss, dass ich sie nicht mehr so mag wie das im ersten Teil der Fall war und mir auch nicht ganz sicher bin, ob ich sie im Moment überhaupt wieder mag. Es ist etwas kompliziert mit uns. ( :D )

Das bringt mich auch gleich zu der Handlung an sich. Die hat mir wirklich gut gefallen und es waren einige Wendungen drin, mit denen ich wirklich nicht gerechnet hatte und die mich teilweise auch überrascht haben. 
Gerade dadurch, dass immer wieder neue Dinge aufgedeckt werden, bleibt das Buch eigentlich durchgängig spannend und es gibt keine Stelle, die sich aus irgendeinem Grund zieht.

Außerdem gibt es dadurch, dass Gaia sich nun an einem ganz anderen Ort befindet als im ersten Band, viele neue Charaktere, die man im Laufe der Geschichte kennenlernt und ich habe ein paar auf Anhieb ins Herz geschlossen, obwohl es auch welche gab, die ich vom ersten Augenblick an nicht leiden konnte.
Allerdings ergibt sich durch diese neuen Charaktere eine Dreiecksbeziehung und so was lese ich gar nicht gern, wenn ich ehrlich bin. Anstatt dass Gaia sich einfach mal entscheidet, - ja zugegeben, es ist sicherlich eine schwere Entscheidung, aber trotzdem -, geht es ständig hin und her und das regt mich tierisch auf und geht mir unglaublich auf die Nerven. Ich habe schon so oft bzw. eher zu oft Geschichten gelesen, in denen es auf so etwas hinauslief und es war auch wirklich vorhersehbar, aber ich verstehe einfach  nicht, warum man das in eine Geschichte hinein bauen muss, die auch ohne dieses Hin und Her genug Spannung hat und das Interesse des Lesers aufrecht erhält. Ich finde es noch wie vor einfach blöd und total unnötig, aber nun gut. Genug gemeckert.
 
Zurück zum Positiven:
Damit man sich an diesem neuen Ort auch zurecht finden kann, gibt es am Anfang des Buches eine beigefügte Karte, was ich persönlich immer sehr nützlich finde, denn dann kann man sich schon mal einen Überblick verschaffen und auch im Laufe der Handlung immer wieder zu dieser Karte zurückkehren.

Das Ende war für mich nicht so schlimm wie das Ende des ersten Teils, wofür ich sehr dankbar bin. Für die Handlung in diesem Band ist es zwar abschließend, allerdings gibt es gleichzeitig auch schon einen kleinen Ausblick auf das, was wohl im letzten Band passieren wird und solche Enden mag ich eigentlich ganz gerne.


Mein Fazit

Alles in allem hat mir Das Land der verlorenen Träume wirklich gefallen, obwohl ich ehrlich sagen muss, dass es ein bisschen schwächer als der erste Band und nicht ganz so spannend wie dieser ist. Allerdings ist es eine gute Fortsetzung und macht Lust auf Der Weg der gefallenen Sterne, den ich mir, wir ihr vielleicht in dem Blogpost über meinen momentanen SuB gelesen habt - falls nicht findet ihr diesen hier *klick* -, schon gekauft habe und auch bald lesen werde, weil ich einfach wissen muss, wie die Trilogie endet.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Happy New Year!

Happy 2015, ihr Lieben!
Ich hoffe, ihr hattet einen schönen letzten Abend im alten Jahr und seid gut im neuen angekommen. 

Ich wollte diesen Blogpost auch dafür nutzen, um mich noch einmal bei Euch zu bedanken. 2014 hatte für mich einige Tiefen, aber dennoch gab es auch Höhen und ein paar davon habe ich eindeutig Euch zu verdanken. All die lieben Worte und das positive Feedback von Euch unter den Videos, bei Twitter oder auch hier auf dem Blog, haben mir schon so oft den Tag gerettet und das bedeutet mir einfach so viel, deswegen ein riesiges DANKE an Euch. Ohne Euch würde YouTube keinen Spaß machen und dann hätte ich vermutlich auch schon längst aufgehört. Deswegen vielen Dank - auch für 549 Abonnenten. Ich kann's einfach nicht fassen, wie viele wir jetzt sind. Damit hätte ich niemals gerechnet, dafür ist es aber umso toller, deswegen danke. ♥



Ansonsten wünsche ich Euch natürlich alles erdenklich Gute für 2015. Ich hoffe, ihr habt ein wundervolles Jahr und könnt Eure Ziele erreichen; vielleicht sogar den ein oder anderen Traum verwirklichen; das machen, was Euch glücklich macht; die kleinen Momente genießen; viele gute Bücher lesen und Serien schauen. Hoffentlich werden Eure OTPs canon und die Cliffhanger in den Midseason Finals Eurer Lieblingsserien weniger schmerzhaft.
Bleibt so, wie ihr seid und verbiegt Euch nicht für andere, die Euch als Person nicht zu schätzen wissen.
(Und Mr. McFadyen, ich hoffe, Sie bringen endlich Ihr neues Buch raus!)



Wir sehen uns dann voraussichtlich am Freitag um 14 Uhr mit einem neuen Video wieder. 

Bis dahin - habt noch einen schönen Tag und passt auf Euch auf. :)


Falls ihr allerdings noch ein bisschen Zeit habt, könntet ihr..
.. kurz nach New York apparieren. *wusch*
.. mehr über ein unheimlich gutes Buch erfahren. *klick*



Donnerstag, 25. Dezember 2014

Review: Die Magie der tausend Welten - Die Begabte

Heute geht es um das Buch Die Begabte, das mir vom Random House Verlag zum Rezensieren zur Verfügung gestellt wurde - vielen Dank an dieser Stelle nochmals dafür. 
Eigentlich hatte ich vor ein Video dazu zu drehen, allerdings bin ich zur Zeit nicht zu Hause, deswegen gibt es "nur" einen Blogpost, denn ich wollte Euch so schnell wie möglich von diesem Buch erzählen.

Die Autorin des Buches ist sicherlich einigen von Euch schon bekannt: Trudi Canavan. Sie ist die Autorin der Trilogien Das Zeitalter der Fünf, Die Gilde der schwarzen Magier und Sonea. Da ich, wie ihr wisst, total begeistert von der Gilden-Trilogie bin, war ich unheimlich gespannt darauf, ein weiteres Buch von ihr zu lesen - vor allem eins, das nicht in Kyralia spielt. Bevor wir allerdings dazu kommen, wie mir das Buch gefallen hat, hier noch ein paar Hintergrundinformationen.

 

Das Buch

Titel: Die Magie der Tausend Welten - Die Begabte 
Autorin: Trudi Canavan
Erscheinungstermin: 10. November 2014
Verlag: Penhaligon
Seiten: 672
Preis: 19,99 Euro
Leseprobe: *klick*

Der Inhalt

In dem Buch geht es um Tyen und Rielle, deren Geschichten unabhängig voneinander erzählt werden.
Tyen findet auf einer Forschungsreise ein altes Buch, das sich als wesentlich mehr entpuppt: Es war einst eine Frau, die vor langer Zeit in ein Buch verwandelt wurde. Tyen setzt es sich als Ziel alles in seiner Macht stehende zu tun, um ihr ihre normale Gestalt wiederzugeben, allerdings sieht er sich nach seiner Rückkehr von der Reise mit einigen Problemen konfrontiert und muss einige schwerwiegende Entscheidungen treffen.
Rielle dagegen lebt in einer ganz anderen Welt. Sie kommt aus einer wohlhabenden Familie und kann seit ihrer Kindheit die sogenannte Schwärze sehen, die durch den Verbrauch von Magie entsteht und die sie eigentlich nicht sehen sollte und was daher niemand wissen darf. Dort, wo sie lebt, ist das Ausüben von Magie nämlich verboten und nur einer Gruppe gestattet. Doch jemand verführt Menschen dennoch dazu doch Magie zu benutzen..

Der junge Archäologe Tyen entdeckt ein Buch, in dem seit vielen Jahrhunderten das Bewusstsein einer Frau gefangen ist: Vella war einst eine talentierte Buchbinderin, bis ein mächtiger Magier sie mit einem Zauber belegte und dazu verfluchte, für alle Zeit das Wissen der Welt in sich aufzunehmen. Und so weiß Vella, dass Tyens Heimat und allen, die ihm an Herzen liegen, eine schreckliche Katastrophe droht. Allerdings kann sie Tyen nur helfen, wenn es ihm gelingt, den Fluch des Buches zu brechen. Und tatsächlich hat Tyen keinen dringlicheren Wunsch, als Vella zu befreien - der längst seine Liebe gehört.. (Rückentext des Buches)

Meine Meinung

Wer schon andere Bücher von Trudi Canavan gelesen hat weiß, dass ihr Schreibstil wirklich gut ist. Sie schreibt äußerst detailreich, sodass man sich das Beschriebene genau vorstellen kann, verzichtet aber auf überflüssige Details, wodurch es nicht irgendwie zu viel oder uninteressant wird. Außerdem gelingt es ihr immer wieder aufs Neue das Interesse des Lesers anzufachen und aufrecht zu erhalten und sorgt für ein hohes Maß an Spannung. 
Letzteres wird auch vor allem durch den Aufbau und den Erzählstil des Buches aufgebaut. Das Buch besteht aus 11 Teilen und zwei Handlungssträngen. Abwechselnd erfährt man zunächst den ersten Teil von Tyens Geschichte, danach folgt ein Stück von Rielles Geschichte, dann geht es wieder weiter mit Tyen und so weiter. Mir gefällt es unheimlich gut, dass sich beide Perspektiven nicht jedes Mal nach einem Kapitel abwechseln, sondern dass man durch die verschiedenen Teile immer kleine Portionen auf einmal hat, sodass man nicht sofort wieder aus der einen Welt gerissen und in die andere gezerrt wird. Obwohl es manchmal doch etwas ärgerlich ist, wenn beispielsweise der Teil, in dem es um Tyen geht, besonders spannend endet, und man erst etwas von Rielle erfährt, bevor man zu Tyen zurückkehrt und die Spannung etwas gelöst wird.

Doch so spannend ich beide Handlungsstränge auch finde, so muss ich doch zugeben, dass mich Tyens Geschichte um einiges mehr fesselt als Rielles, obwohl ich ihre auch wirklich gerne gelesen habe. Der Grund hierfür liegt vor allem daran, dass ich das Buch, das Tyen gefunden hat und das früher eine Frau war, so interessant finde und die Konversationen zwischen den beiden nur so verschlungen und mir gewünscht habe, sie gingen noch etwas länger. (Anfangs hat mich die Art, wie die beiden miteinander kommunizieren, an Ginny und das Tagebuch von Tom Riddle erinnert, muss ich ehrlich sagen. Das hat sich im Laufe des Buches allerdings gelegt.)

Die Figuren, die in beiden Geschichten vorkommen, sind wirklich gut gestaltet und es gibt eine richtige Vielfalt an Charakteren. Mir sind beide Hauptcharaktere äußerst sympathisch, was für mich immer besonders wichtig ist, denn wäre dies nicht der Fall, würde es mir erheblich schwerer fallen das Buch zu lesen. Man kann sich in beide gut hinein versetzen und ihr Verhalten und ihre Beweggründe verstehen. Außerdem ist es unheimlich spannend beide Charaktere und ihre Welten kennenzulernen, da beide so unterschiedlich sind und sich somit auch auch das, was sie über Magie und deren Gebrauch wissen, unterscheidet.

Ebenfalls gefallen hat mir natürlich die Handlung, vor allem weil es wieder um das Thema "Magie" geht, was ich persönlich einfach unheimlich interessant und spannend finde. Zwar erinnert es ein bisschen an die Gilden- und die Sonea-Trilogie, da es dort ja ebenfalls um Magie geht, allerdings unterschiedet sich diese von der Magie, die in diesem Buch beschrieben wird. 

Das Ende des Buches ist in Ordnung. Ein richtiges, abschließendes Ende der Handlung gibt es natürlich nicht, aber die Stellen, an denen beide Handlungsstränge aufhören, sind zum Glück nicht so unheimlich spannend, dass man es nicht ertragen kann nicht sofort weiterlesen zu können - obwohl man natürlich trotzdem wissen will, wie es weitergeht und wie sich alles noch entwickelt. 

Das Einzige, was ich schade finde und was mir während des Lesens gefehlt hat, ist eine beigefügte Karte. Gerade bei Tyens Geschichte hätte ich eine hilfreich gefunden, da es mir zwischendurch etwas schwer gefallen ist mich zu orientieren und einzuschätzen, wie viel Weg er nun schon zurückgelegt hat.

Das Fazit

Meiner Meinung nach ist Die Begabte ein wirklich gelungener Auftakt der neuen Reihe. Das Buch ist so interessant und spannend, dass man es nur schwer aus der Hand legen kann und es am Liebsten in einem Stück lesen möchte, da es zwischendurch einfach keine Stellen gibt, die sich in irgendeiner Art und Weise in die Länge ziehen.
Das Ende lässt einen mit unheimlich vielen, unbeantworteten Fragen und der Hoffnung, dass die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt, zurück.
Ich persönlich hoffe, dass man im nächsten Band noch etwas mehr über die ganzen anderen Welten erfährt, deren Vielzahl immer wieder erwähnt wird und ich bin gespannt, ob sich beide Handlungsstränge im Laufe der Geschichte kreuzen und Tyen und Rielle einander kennenlernen.
Für Fans von Canavan ist dieses Buch definintiv ein Muss, aber auch allen anderen, die bisher noch nichts von ihr gelesen haben, kann ich es nur empfehlen. Es gehört auf jeden Fall zu den besten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe.